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Badische Zeitung vom 14.11.2011
Welle-Bengel haben viel vor
Kenzinger Narrenzunft zieht Jahresbilanz / Im Januar beim 75. Verbandsjubiläum dabei.
Ehrungen bei der Kenzinger Narrenzunft Welle-Bengel: Von links Oberzunftmeisterin Annette Shkodra, Oliver Uhl, Elisabeth Kühl, Hannelore Jörger, Kathrin Hüglin, Bärbel Pommeranz und Reiner Bieber. Foto: Ute Schöler
KENZINGEN. Mit rund 100 von 250 aktiven Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung der Narrenzunft Welle-Bengel in der "Alten Halle" bestens besucht. Der Zunftrat gab einen Rückblick über das vergangene Vereinsjahr und verkündete die Planung zur bevorstehenden Fasnet.
Dank musikalischer Umrahmung durch den Spielmannszug, Bildvortrag und anschließender "Narrensuppe" bot die Versammlung ein lebendiges Programm. Die Narrenzunft Welle-Bengel besteht seit 1935 und beinhaltet die Figuren Welle-Bengel, Fischerbuebe, Schnurrwiber und die Bürgergarde mit Spielmannszug. Die Zentralfigur "Welle Bengel" in blauer Bluse, rotem Halstuch und Zipfelmütze mit Fuchsschwanz stellt den Holzmacher aus dem Kenzinger Hochwald dar.
Für Oberzunftmeisterin Annette Shkodra war die Zunftsitzung zugleich Rückblick auf ihr erstes Amtsjahr. Mit einem Dank an alle engagierten Mitglieder schloss sie ihren Bericht und dankte der Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit. Auch der Vereinschronist und die Narrengruppenleiter berichteten. Das diesjährige Fasnetmotto, ersonnen von Thomas Kaiser, ist "Werfe dr Rettungsschirm in Ecke un binde d’Soiblodere an d’Stecke".
Zeremonienmeister Reiner Bieber gab die weitere Planung bekannt. Der Preismaskenball am 28. Januar in der Alten Halle steht unter dem Motto "Ziäge an was er hänn un mache was er wänn". Auch die Proben für nächsten Kappenabend "Dr Narrespiegel" laufen schon. Dieser wird am 11. Februar die Üsenberghalle füllen. Der Vorverkauf findet am 28. Januar um 9 Uhr in der Zunftstube (Schwabentor) statt. Hier befindet sich auch ein Schaukasten der Narrenzunft.
Die Organisation der Kinderfasnet am Fasnetsdienstag möchten Marita Fuchs und Bettina Müller nach vielen Jahren an jüngere Hände abgeben. Nachfolger werden noch gesucht.
Die wichtigste Auswärtsveranstaltung der Welle-Bengel als Mitbegründer des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) ist am 14./15. Januar das Jubiläumstreffen in Oberkirch zum 75-jährigen Bestehen des Verbandes.
Im Sommer findet wieder die von der Narrenzunft veranstaltete "Elzregatta" statt. Mit phantasievoll gebauten Schwimmgefährten liefern sich die Teilnehmer ein lustiges Wettrennen im Elzabschnitt beim Bürgerpark "Altes Grün". Der Termin ist noch unklar.
Bürgermeister Matthias Guderjan dankte der Narrenzunft mit einem Kompliment. "Was die Narrenzunft in die Hand nimmt, das hat Hand und Fuß", lobte er und beantragte die Entlastung des Vorstandes. Diese erfolgte einstimmig.
Geehrt wurden mit dem "Grundnärrischen Ehrenbrief" für zehnjähriges Engagement Manuel Sterner, Sandra Wehrle, Patrick Bleile und Ingrid Enz. Den "Bronzenen Zunftorden" erhielten die Hästräger Andrea Wäldin und Oliver Uhl, aus der Garde Elisabeth Kühl und vom Spielmannszug Katrin Hüglin. Seit 40 Jahren ist Bärbel Pommeranz dabei. Besonderen Dank erhielt sie für ihr Engagement im Zunftrat und für Moderationen beim Kappenabend. Wann immer etwas zu tun sei, sagte Oberzunftmeisterin Shkodra, "sie hilft uns immer". Hannelore Jörger aus der Narrengruppe Schnurrwieber ist ebenfalls seit 40 Jahren Zunftmitglied. "Eigentlich war sie immer schon dabei", meinte Shkodra, und die Geehrte setzte dem lachend eins drauf: "Ich bin schon so auf die Welt gekommen."
Alle Fasnettermine werden nach Dreikönig auf Plakaten, im Amtsblatt und auf der Zunftwebsite veröffentlicht. |
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